Die Wahl deiner Kleidung hat einen enormen Einfluss auf die Wirkung deiner Porträts. Dabei geht es nicht darum, teure Designerkleidung zu tragen, sondern das zu wählen, was zu dir passt und in dem du dich wohlfühlst.
Authentizität vor Trends: Das wichtigste Prinzip: Trage etwas, das deinem Stil entspricht. Wenn du normalerweise Jeans und Pullover trägst, wird dich ein steifes Businesskostüm unwohl fühlen lassen – und das sieht man. Authentische Porträts entstehen, wenn du dich in deiner Kleidung wohlfühlst und dich selbst ausdrücken kannst.
Zeitlose Eleganz: Für Porträts, die auch in Jahren noch aktuell wirken sollen, sind zeitlose Klassiker die beste Wahl. Neutrale Farben wie Schwarz, Weiß, Grau, Beige oder gedeckte Blautöne sind vielseitig und lenken nicht vom Wesentlichen – deinem Gesicht – ab. Sie funktionieren sowohl für Business-Porträts als auch für private Aufnahmen.
Farben bewusst wählen: Farben transportieren Emotionen und Stimmungen. Erdtöne wirken natürlich und bodenständig, kräftige Farben können Energie und Persönlichkeit ausdrücken. Achte darauf, dass die Farbe zu deinem Hautton passt. Was im Laden gut aussah, kann auf Fotos anders wirken. Generell gilt: Pastelltöne und gedeckte Farben schmeicheln meist mehr als grelle Neonfarben.
Muster und Prints mit Bedacht: Große, auffällige Muster oder kleine, eng gedruckte Streifen können auf Fotos problematisch sein. Sie lenken ab oder erzeugen unschöne Moiré-Effekte. Wenn du Muster magst, wähle größere, ruhigere Designs. Unifarbene Kleidung ist meist die sicherste Wahl.
Passform ist entscheidend: Kleidung sollte gut sitzen – weder zu eng noch zu weit. Zu enge Kleidung betont unvorteilhaft, zu weite Kleidung lässt dich formlos wirken. Die Passform sollte deinen Körper schmeicheln und dir gleichzeitig Bewegungsfreiheit geben. Nichts ist schlimmer, als während des Shootings ständig an der Kleidung zu zupfen, weil sie kneift oder rutscht.
Mehrere Optionen mitbringen: Bringe ruhig zwei bis drei verschiedene Outfits mit. So hast du Variationen und kannst spontan entscheiden, was vor Ort am besten funktioniert. Für Business-Porträts könntest du beispielsweise ein Hemd mit Blazer, eines ohne Blazer und vielleicht noch eine elegante Alternative mitbringen.
Accessoires mit Bedacht: Schmuck und Accessoires können einem Porträt Persönlichkeit verleihen – aber weniger ist oft mehr. Ein besonderes Schmuckstück, das dir viel bedeutet, kann eine schöne Ergänzung sein. Zu viel Schmuck wirkt jedoch schnell überladen. Uhren, Ringe oder Halsketten sollten nicht vom Gesicht ablenken.
Spezielle Tipps:
- Für Business-Porträts: Professionell, aber nicht steif. Ein gut sitzendes Hemd oder eine Bluse, eventuell mit Blazer, vermittelt Kompetenz. Achte darauf, dass alles gebügelt ist.
- Für kreative Porträts: Hier hast du mehr Freiheit. Zeige deinen Stil, sei es leger, künstlerisch oder extravagant.
- Für Outdoor-Shootings: Bedenke das Wetter und die Location. Bei einem Shooting im Wald wirken natürliche Töne harmonischer als Neonfarben.
Was du vermeiden solltest: Kleidung mit großen Logos oder Schriftzügen, extrem trendige Teile, die schnell veraltet wirken, und alles, worin du dich nicht wohlfühlst.
