Ein Portraitshooting ist oft mehr als „ein paar schöne Fotos“: Es geht um Vertrauen, Emotionen, Timing – und darum, dass du als Fotograf Sicherheit ausstrahlst. Viele Fehler wirken nach außen klein, sind aber in Wahrheit echte Dealbreaker: Sie kosten Zeit, Geld und im schlimmsten Fall deinen Ruf. Hier kommen die typischen Horror-Szenarien in der Portraitfotografie:
Speicherkarte vergessen: Der Klassiker, den du nur einmal machst
Du kommst an, baust auf, der Kunde ist geschniegelt, die Stimmung ist gut – und dann: „No Card“. Genau das beschreibt ein Erlebnis, bei dem erst nach einigen Aufnahmen auffällt, dass keine Karte in der Kamera steckt – die ersten Motive sind weg, weil sie nie gespeichert wurden.
Defekte Speicherkarte: Wenn aus „ärgerlich“ existenziell wird
Eine defekte Speicherkarte ist der Stoff, aus dem Fotografen-Albträume sind: Bilder weg, Kunden enttäuscht, du erklärst dich – und egal wie nett du’s sagst: Der Schaden bleibt.
Kein Backup: Der Fehler, der erst zuhause auffällt
Viele sichern erst „irgendwann“. Das Problem: Worst-Case-Szenarien passieren nicht geplant – Wasser, Diebstahl, Defekt, Missgeschick. Der Punkt ist: „Passiert mir nicht“ gibt’s nicht.
Akku leer und Ersatzakku vergessen: Unprofessionell, vermeidbar, peinlich
Beim Portraitshooting killt ein leerer Akku nicht nur deinen Flow – er killt die Stimmung. Der Kunde steht da, wartet, wird unsicher: „Sind meine Fotos jetzt in Gefahr?“
Falsche Einstellungen aus dem letzten Shooting übernehmen
Ein besonders fieser Fehler: Du hast vorher „irgendwas“ getestet (niedrige Auflösung, ungewöhnlicher Bildstil etc.) und startest das Portraitshooting damit. Es wird beschrieben, wie eine zu niedrige Auflösung erst mitten in der Reise auffiel – und dann war’s zu spät.
Dem Kunden ein schlechtes Gefühl geben: Der unsichtbare Fehler, der dich Aufträge kostet
Technik kann man ersetzen – Vertrauen nicht. In der Portraitfotografie spürt man Unsicherheit sofort. Wenn du hektisch wirst, ungehalten reagierst oder Kritik am Aussehen „hilfreich“ verpackst, kann das Shooting kippen.
Du hast keinen Plan B für Licht
Wenn ein Blitz ausfällt, Akkus leer sind oder das Fensterlicht plötzlich weg ist, kippt das Shooting schnell.
Du machst keine Testshots
Das ist die unsichtbare Katastrophe: Fokus sitzt knapp daneben, Belichtung schwankt, falscher Weißabgleich, Banding bei Kunstlicht – und du merkst es erst am Rechner.
Augen nicht scharf / falscher Fokuspunkt
In Portraits ist „fast scharf“ gleichbedeutend mit „nicht scharf“. Besonders bei offener Blende.
Du verlierst die Kontrolle über die Stimmung (Kunde fühlt sich unwohl)
Das ist einer der teuersten Fehler: Der Kunde sieht gut aus, aber fühlt sich schlecht – und das sieht man im Gesicht.
Du machst „zu viel“ am Set – und verlierst Zeit (Over-Shooting ohne Zweck)
Wenn du zu lange an Kleinigkeiten schraubst, wird der Kunde müde. Portraits leben aber von Energie.
